Wer sollte unterrichten? Teil 2

Beim Anfangsschwimmen sollte ein Kursleiter
  • den Entwicklungsstand der Kinder sicher einschätzen können und ein Angebot entwicklungsgerechter Übungen parat haben.
  • Abweichungen in der Entwicklung (z.B. Wahrnehmungsstörungen) erkennen und Übungen entsprechend der unterschiedlichen Entwicklungsstadien individuell modifizieren.
  • Lerngruppen leiten und motivieren, grundsätzliche Zielvorgaben und längerfristige Unterrichtskonzepte entwickeln.
  • Stundenschwerpunkte und notwendige Abweichungen sowohl kindgerecht formulieren und begründen sowie auch vor den Eltern vertreten können.
  • notwendige Verhaltensregeln aufstellen, das Regelwerk selbst beachten und vorleben, um dadurch den Kindern Sicherheit zu vermitteln.
  • das Spannungsfeld Über- und Unterforderung erkennen und nutzen, sowie auf aktuelle Erfordernisse eingehen.
  • ein offenes Ohr für die Probleme der Kinder haben und bereit sein, eine Schiedsrichterrolle zu übernehmen.
Weil hier oftmals eine lebenslang wirksame Entscheidung gefällt wird, die darüber hinaus die Grundeinstellung zum Schwimmen, dem Sport- und Freizeitverhalten sowie einer gesunden und körperbewussten Lebensfüh- rung prägen kann, empfehlen wir hier eine gründliche Prüfung und im Zweifel einen vorherigen Besuch der Einrichtung.

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Wer sollte Unterrichten – Teil 1

Aus dem Buch „Aquapädagogik – früh, sicher und vielseitig schwimmen“ von Uwe Legahn 
Vorweg das klare Bekenntnis: Das sollten sich die Eltern möglichst nicht nehmen lassen!
Sie sollten es tun, weil es für sie und für das Kind ein Riesenerlebnis ist, diesen Lernprozess gemeinsam zu erfahren. Wer ein dauerhaftes, inniges Vertrauensverhältnis zu seinem Kind weiter festigen, beziehungsweise aufbauen möchte, findet hier eine der besten Gelegenheiten. In der sicheren Obhut von Mama und/oder Papa an das Element Wasser herangeführt zu werden, es behutsam zu erforschen, um es später sicher zu beherrschen, sich darin wohl zu fühlen und dort in jeder Situation zu Hause zu sein, das können prägende Erlebnisse für beide Seiten sein. Auch und gerade mit bereits drei- bis fünfjährigen Kindern, die bislang kaum Wassererfahrung haben. Dazu muss man keinesfalls als ehemaliger Sportschwimmer bekannt sein, benötigt weder Urkunden, Medaillen, Schwimmabzeichen noch spezielle pädagogische Ausbildungen. Es reicht die Mitgliedschaft in der Liga der bewussten, verantwortungsvollen, vorausschauenden, liebevollen und damit vollkommen normalen Eltern!
Also nur Mut:

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Ans andere Ende der Welt

Früher war unser Großvater das Vorbild seiner großen Enkelschar, weil er auf der Welt herumgekommen war und darüber stets spannende Geschichten erzählen konnte. Allein 14 Monate dauerte 1921/22 seine Reise nach Indochina (heute Vietnam), wo er als deutscher Taucher von der französischen Kolonialverwaltung beauftragt war, die wertvolle Fracht eines gesunkenen Postschiffes zu bergen.
In Opas guter Stube stand ein Globus, der erste, den wir kannten und mit dessen Hilfe jede Story seinen realen Platz bekam. Er zeigte uns auch, wo Hamburg auf dem Globus zu finden ist und machte uns klar, dass ein in Hamburg gebohrtes Loch durch die gesamte Erde hindurch auf der Südinsel Neuseelands enden würde.

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Sicherheitskomponenten der Aquapädagogik

Straßenverkehr und Ertrinken zählen bei Kindern nach wie vor zu den häufigsten Unfallursachen. Auffallend ist, dass seit Ende der 60er Jahre offizielle Statistiken eine Senkung der Verkehrsopfer um über 80% belegen, während die Ertrinkungszahlen stagnieren – nur die Qualität des Sommers macht hier den Unterschied. Angesichts dieser Entwicklung bezeichnet Uwe Legahn die Sicherheitskomponenten seines Konzepts in Anlehnung an ihre vergleichbare Bedeutung im modernen Automobilbau als „Airbag“, „Sicherheitsgurt“, „Kopfstütze“ und „Knautschzone“ des Schwimmens.

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Zeit Online Interview vom Sommer 2017

Über diesen Link gelangen Sie zum Zeit Online Interview aus dem August 2017:

http://www.zeit.de/sport/2017-08/schwimmen-kinder-sicherheit-sommer-dlrg

Wie Max bei Herrn Legahn schwimmen gelernt hat

Als unser Sohn Max kleiner war, stand er vor der großen Fensterscheibe der kleinen Schwimmhalle  in Maschen hinter dem Rewe-Markt und sah den Kindern zu, die dort Schwimmunterricht hatten. Er wollte unbedingt reingehen und mitmachen. Dort sagte man uns, Schwimmenlernen klappt frühestens mit vier. Noch so lange – mehr mein Problem, denn Max zeigte in der Zwischenzeit beim direkten Kontakt mit Wasser kein Interesse mehr. Im Gegenteil, es machte ihm Angst. Wenn wir in Frankreich Urlaub machten, mochte er lange nicht mal unten am Wasser buddeln und Sandburgen bauen.

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Auch ein Erfolg

Die gleiche sommerliche Sportstunde im Jahr 1993 mit den Jungen einer neunten Hauptschulklasse wäre drei Jahre zuvor noch in einem Tumult geendet. Es hätte zumindest allerheftigste Beleidigungen gegeben. Man hätte einen, auf dem man seinen eigenen Frust abladen könnte.

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Presserklärung zur BvAP-Ablehnung vom Februar 2008

Ein Großteil der Ertrinkungsfälle ist vermeidbar!
Aquapädagogik vermittelt entscheidend mehr Sicherheit und Vielseitigkeit!
Der Unterricht erfolgt mehrere Jahre früher-schon mit drei bis fünf Jahren!
Dennoch wird auf Initiative der deutschen Lebensrettungsgesellschaft – DLRG die Mitgliedschaft des im Jahr 2000 gegründeten Bundesverbandes für Aquapädagogik – BvAP in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V“ verhindert.
Gleichzeitig bleibt ein Beitrag der Stuttgarter Nachrichten vom 13.12.07 seitens der DLRGbis heuteunwidersprochen, der die DLRG-Aussage beinhaltet, dass der Schwimmunterricht der DLRG auf einem Buch von 1952 basiert.

 

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Erste Reaktion aus der Schweiz

Der folgende Gedankenaustausch in Folge meiner ersten Blogankündigung mit einem Lehrer aus der Nordschweiz erfolgte per Mail und muss daher anonymisiert bleiben:
Sehr geehrter Herr Legahn
Die schweizerische Schwimmschule und die schweizerischen Lernschwimmprogramme sind schon viel weiter als Sie. Seit 40 Jahren lehren wir den Kinder zuerst Rückencrawl, dann Brustcrawl und erst dann Brustschwimmen. Weil wir schon lange erkannt haben, dass der Brustgleichschlag viel zu schwierig ist für für 5-7 Jährige.
Und in der Schweiz wird nicht mehr mit Schwimmhilfen geübt!
FG …

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Der Sicherheitstest beweist es: Aquapädagogik macht das Schwimmen sicherer

Water safety Test from Uwe Legahn on Vimeo.

Der Test beweist es: Aquapädagogik macht das Schwimmen sicherer.
Um die Bedeutung der wichtigsten Sicherheitsaspekte des Schwimmlehrkonzepts der „Aquapädagogik“ nach Veröffentlichungen in Büchern und Filmen auch in der Praxis für Jedermann nachvollziehbar belegen zu können, wurde 2014 der Watersafetytest vorgestellt.

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