Über Uwe Legahn

Wer wagt es da, verdienstvolle, ehrwürdige deutsche Sportorganisationen zu kritisieren?

Das ist er:

Uwe Legahn, Sportpädagoge, der auf über 30 Jahre Praxis im öffentlichen Schuldienst und in seiner 1977 gegründeten privaten Schwimmschule in Hamburg zurückblickt, in der ihm bis heute die sportpädagogische Leitung obliegt. Ferner ist er Leiter der DELPHIN-Akademie für Aquapädagogik (DAAP) in Hamburg sowie Initiator und Präsident des Bundesverbandes für Aquapädagogik (BvAP*).

Die Ausbildung finanzierte er sich mit Rettungsschwimmereinsätzen auf Sylt. Als Sportpädagoge leitete er zahlreiche Lehrerfortbildungen im Bereich Schulschwimmen. Seine Erfahrungen als Aktiver und Trainer in den Disziplinen Schwimmen und Wasserball reichen bis weit in den Leistungssport hinein.

Den Begriff Aquapädagogik entwickelte Uwe Legahn bereits in seinem ersten Buch “Im Wasser zu Hause” (2000). Durch inzwischen weit mehr als hundert Referate und Seminare in Europa und weltweit (z.B. in USA, Argentinien, Brasilien, Neu Zeeland und China) ist seine Arbeit auch in internationalen Fachkreisen anerkannt. Sein zweites Lehrfilmprojekt wurde 2012 mit dem “Comenius Edu Media Siegel” ausgezeichnet.

2013 wurde er zum “Senior Berater” für die chinesische Loong-Schwimmschulorganisation sowie 2015 zum offiziellen Fachberater und Gründungsmitglied des “Chinesisch-Europäischen-Aquapädagogik-Resarch-Centers” (CEAPRC) berufen. Das chinesische Bildungsministerium gewährte dem Konzept der Aquapädagogik 2017 die staatliche Anerkennung.

Uwe Legahn erkannte bereits Ende der Sechziger auf Sylt, dass (Beinahe-) Ertrinkungsfälle meist nach gleichen Mustern ablaufen und dabei allzu oft angeblich ausgebildete Schwimmer betroffen sind.

Daher entwickelte er als Alternative zum herkömmlichen Schwimmunterricht seit 1968 das Konzept der inzwischen lange bewährten Aquapädagogik, mit deren Hilfe Kinder das Schwimmen deutlich früher, sicherer und vielseitiger als bisher erlernen können. Er bevorzugt zunächst entwicklungsgerechte Lerninhalte, die ständig in spielerischer Form intensiv mit den alltäglichen wassertypischen Notsituationen verbunden werden, um derartige Momente im Ernstfall meistern zu können. Dagegen vernachlässigt er zu Beginn bewusst korrekte Bewegungsformen des Schwimmsports, mit denen die meisten Anfänger überfordert sind. Bücher und Filme zur „Aquapädagogik“ sowie der dazugehörige Sicherheitstest** belegen den erzielbaren Fortschritt:

 

  • Flächendeckend praktiziert, wäre eine deutliche Reduzierung der Ertrinkungsfälle mit allem Leid für die Betroffenen und ihre Familien erreichbar.

 

  • Ohne zeitlichen oder finanziellen Mehraufwand, allein durch Änderungen von Inhalten, Zielen und Organisationsformen ist es möglich, nahezu allen Kindern im Schwimmunterricht deutlich mehr Sicherheit und Vielseitigkeit zu vermitteln. Als hervorragende Kernkompetenzen gelten dabei die Schreckreflexumkehr, die Orientierungsfähigkeit unter Wasser sowie das passive Schwimmen. Gelingt es ferner, die Lernumgebung (Wasser-u. Luft-Temperaturen sowie Ausstattung) kindgerecht zu gestalten, können bereits Drei- bis Fünfjährige davon profitieren.
  • Typische Missgeschicke (z. B. ein plötzlicher Sturz ins Wasser oder „Verschlucken“), an denen herkömmlich ausgebildete Schwimmer aller Altersgruppen häufig scheitern und sie zu Unfallopfern machen, werden von Kindern, die ihre Sicherheit im Wasser durch Legahns Konzept erwerben konnten, nicht einmal als bedrohlich registriert. Mit dem mehrjährigen Vorsprung gegenüber ihren Altersgenossen profitieren die Kinder parallel hierzu von einer frühen Stärkung ihres Selbstbewusstseins und entwickeln im Gruppenunterricht diverse nachhaltige Sozialkompetenzen, bestätigt durch unzählige Rückmeldungen aus Kindergärten und Grundschulen.

 

* Bundesverband für Aquapädagogik – Berufsvereinigung privater Schwimmschulen, http://www.bvap.de.

** Den Filmtrailer sowie Sequenzen des Sicherheitstests finden sie hier