Presserklärung zur BvAP-Ablehnung vom Februar 2008

Ein Großteil der Ertrinkungsfälle ist vermeidbar!
Aquapädagogik vermittelt entscheidend mehr Sicherheit und Vielseitigkeit!
Der Unterricht erfolgt mehrere Jahre früher-schon mit drei bis fünf Jahren!
Dennoch wird auf Initiative der deutschen Lebensrettungsgesellschaft – DLRG die Mitgliedschaft des im Jahr 2000 gegründeten Bundesverbandes für Aquapädagogik – BvAP in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V“ verhindert.
Gleichzeitig bleibt ein Beitrag der Stuttgarter Nachrichten vom 13.12.07 seitens der DLRGbis heuteunwidersprochen, der die DLRG-Aussage beinhaltet, dass der Schwimmunterricht der DLRG auf einem Buch von 1952 basiert.

 

Darin sieht der BvAP einen weiteren Schwimmskandal! Es liegt die Vermutung nahe, dass hier einer der Verbände, die nach wie vor an den herkömmlichen Unterrichtsmethoden festhalten, eher an der Festigung seiner Position als an wirklichen Fortschritten der Kindersicherheit interessiert ist. Nicht nur Satiriker fragen: Liegen die Prioritäten im Retten oder im Vorbeugen?
Seit Ende 2004 der damalige DSB-Präsident Manfred von Richthofen angesichts zu vieler jugendlicher Nichtschwimmer und erschreckender Ertrinkungsstatistiken von Skandalsituation sprach und das Schwimmen als Grundrecht einforderte, wird die eigene Ohnmacht und Passivität mit Bäderschließungen oder Umwandlung in Spaßbäder, Renovierungsstau, Personalnot – alles meist als Folge kommunaler Etatengpässe – sowie dem vielzitierten „fachfremden Unterricht“ in den Schulen erklärt. Schuldzuweisungen an alle anderen ersetzen vielfach die Bereitschaft, über den Beckenrand zu schauen, die eigenen Inhalte und Ziele auf den Prüfstand zu stellen, neue Ansätze nicht von vornherein pauschal abzulehnen und in manchen Bereichen sogar umzudenken! Solange hier kein grundlegender Wandel eintritt, stellen die beteiligten Institutionen nach Ansicht des BvAP zumindest die Basis, nicht selten gar den Kern des Skandals!
Nach gängiger Expertenmeinung bilden die Ertrinkungsstatistiken die Spitze des Eisberges, dem man eine weit höhere Zahl von Beinaheopfern und den skandalös hohen Anteil an jugendlichen Nichtschwimmern hinzu zählen muss.
Diesem symbolischen Eisberg ordnet Aquapädagoge Uwe Legahn zusätzlich die völlig unakzeptable Schicht der Unterrichtsopfer zu, die das Schwimmen um mehrere Jahre zu spät erlernen und dabei – meist unter Missachtung elementarer sportpädagogischer Grundregeln – mit ebenso praxisfernen wie nicht altersgerechten Inhalten und Zielen konfrontiert werden.
Sie streben nach einem lückenhaften Minimalunterricht (nicht selten mit staatlich anerkannten Zertifikaten und Abzeichen gesegnet) als ahnungslose, unsichere Pseudoschwimmer dem nassen Element entgegen oder bleiben ihm – nach entsprechend negativen Erfahrungen – gänzlich fern. Zusätzlich bilden sie zwangsläufig die Masse der Unfallopfer und Nichtschwimmer.
Dieser Zustand könnte leicht korrigiert werden, denn es sind erprobte und bewährte Alternativen vorhanden, mit deren Hilfe ein Großteil der Ertrinkungsfälle vermeidbar wäre!
Die beiliegende Broschüre und DVD sollen dazu beitragen, die Aufmerksamkeit an den „entscheidenden Stellen“ auf das Thema Schwimmunterricht zu lenken und – im Interesse zukünftiger Schwimmschüler-  eine inhaltliche und organisatorische Reform zu bewirken!
Nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern weltweit ist ein Wandel veralteter Unterrichtsformen notwendig!

 

 

 

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