Doping aus „niederer“ Sicht

So erlebe ich es seit rund 15 Jahren: Empfehle ich den Eltern begabter Kinder den Wechsel von unserer Schwimmschule in den Vereinssport, wertet man das zwar zunächst als Auszeichnung für den Nachwuchs, hat dann jedoch sofort schwerwiegende Gegenargumente parat.
Zuerst sind nach wie vor ablehnende Meinungen zu einem nicht kindgerechten Trainings- und Wettkampfaufwand sowie zur womöglich angestrebten Konzentration in Sportgymnasien usw. zu hören (die leider nur schwer zu entkräften sind) und anschließend heißt es immer wieder:
„Und wer garantiert, dass unser Kind nicht als angebliches Talent über Nahrungsergänzungsmittel und regelmäßige sportärztliche Begleitung in den Dopingsumpf hinein rutscht? Nein, das wollen wir nicht!“

Weiterlesen

Weg vom Brustschwimmen als Erstschwimmart!

Will man bei Wikipedia etwas über die Geschichte des deutschen Schwimmunterrichts erfahren, findet man folgendes:

Ab 1810 fand der Schwimmunterricht als Massenunterricht, zunächst in Militärschwimmschulen, statt. Im Deutschen Reich gelang erst um 1925 die Loslösung von der mechanistischen Sicht des Schwimmenlernens durch Kurt Wiessner. Dieser räumte der Wassergewöhnung wieder einen höheren Stellenwert ein und war ein Verfechter des gerätelosen Schwimmunterrichts. Statt mit Zählkommandos ließ er die Schüler die Bewegungsabläufe schwungvoll und von Anfang an im Wasser ausführen. Er gilt damit als Wegbereiter der modernen deutschen Schwimmausbildung, die mit Brustschwimmen beginnt.

Diese Praxis wird einerseits von Sportpädagogen seit Jahren als veraltet und nicht kindgerecht kritisiert, ist aber in der Praxis nach wie vor im deutschsprachigen Raum weitestgehend üblich.

Weiterlesen

Dieser Blog soll die Reform des deutschen Schwimmunterrichts voranbringen.

Weltweit sind sich Schwimmexperten einig: Jedem Ertrinkungsfall mit tödlichem Ausgang oder schwerer Behinderung sind mindestens 100 Beinaheertrinkungsfälle hinzuzuzählen, die von keiner Statistik erfasst werden.

Gemeint sind die Situationen, in denen die Betroffenen nach eigenem Empfinden “fast ertrunken” sind, einen Schock erlitten, danach “nie wieder” ins Wasser wollten und sich oft genug lebenslang an diesen Vorsatz halten.

Doch es wären in allen wassertypischen Unglücksmomenten gravierende Fortschritte möglich, wenn die Vorzüge der spätestens seit dem Jahr 2000 durch Bücher und Filme bekannten Aquapädagogik in den herkömmlichen Schwimmunterricht integriert würden.

Nach diesem Konzept können Kinder wesentlich früher, sicherer und vielseitiger schwimmen lernen. Schon Drei- bis Vierjährige schaffen das, nachgewiesen in Filmen und in einem neutralen Sicherheitstest.

Weiterlesen

Unterrichtsopfer – ein böses Wort! Was steckt dahinter?

Unterrichtsopfer sind für mich alle Personen, die zumindest vorhersehbar, nicht selten sogar bewusst durch “Ausbilder” jedweder Art unnötigen körperlichen und/oder psychischen Belastungen oder gar Schäden ausgesetzt werden.
Dabei ist das Alter der Betroffenen grundsätzlich nebensächlich, aber je jünger die Opfer sind, desto mehr verurteile ich derartiges Verhalten!
Worum geht es konkret?

Weiterlesen

Legahns Kommentar zum Editorial des DSV-Vizepräsidenten „Verbandsentwicklung“ Wolfgang Hein in swim&more Okt. 2017

Wolfgang Hein schreibt am Ende des Editorials:
„Zusätzlich zu dem Problem „Infrastruktur Bad“ gibt es die Frage zu klären, wer die Kompetenzen für die Schwimmausbildung besitzt. Ohne eine Berufsgruppe diskriminieren zu wollen, aber Grundschullehrerinnen- und Lehrer sind es schon von ihrer Ausbildung her nicht. Die Schwimmausbildung nach den Ausbildungsinhalten des DSV ist unbestritten die Beste in Deutschland. Sie müsste nur konsequent durch die Vereine in Kooperationen mit den Schulen angewendet werden.“

Weiterlesen

%d Bloggern gefällt das: